5. Mannheimer Schlosskonzert

5. MANNHEIMER SCHLOSSKONZERT
Samstag | 07. März 2020 | 19.00 Uhr
Sonntag | 08. März 2020 | 18.00 Uhr
Konzerteinführung um 18.15 Uhr bzw. 17.15 Uhr
Rittersaal, Schloss Mannheim

Nach gefeierten Debüts beim Mozarteumorchester Salzburg und dem Konzerthausorchester Berlin sowie ihrer ersten CD-Veröffentlichung bei Hänssler Classic mit Werken von Brahms, kommt mit Julia Hagen und dem Cellokonzert B-Dur von Michael Haydn eine der vielversprechendsten und gefragtesten jungen Solistinnen mit einem sehr selten zu hörenden Kleinod ins Mannheimer Schloss. Paul Meyer, seit dieser Spielzeit Chefdirigent der „Kurpfälzer“, wird ebenfalls an seinem Instrument, der Klarinette, zu hören sein.
„Julia und ich haben schon zusammen Kammermusik in Aix-en-Provence gespielt. Ich war total begeistert von ihrem Spiel und habe in Mannheim die Gelegenheit gesehen, das Concertino für Violoncello, Klarinette und Orchester von Peter von Winter zu musizieren.“ Auch sie freue sich ganz besonders darauf mit Paul Meyer dieses Concertino im Rittersaal spielen zu können, so Hagen: „Egal, welche Größe ein Saal hat – wenn man an diesem geschichtsträchtigen Ort spielen darf, wird ein Konzert zum Hauskonzert, es bekommt eine ganz persönliche, ja intime Note.“ In der Einführung führt Paul Meyer die Zuhörer*innen bereits durch den geistigen und musikalischen Kosmos der „fürstlichen Soiree“, welche mit dem Adagio und Fuge g-Moll von Franz Xavier Richter und der Sinfonia concertante für Violine principale (Hans-Peter Hofmann, Konzertmeister) und Orchester von Carl Stamitz komplettiert wird.

FÜRSTLICHE SOIREE

Franz Xaver Richter (1709–1789): Adagio und Fuge g-Moll
Michael Haydn (1737–1806): Violoncellokonzert B-Dur
Peter von Winter (1745–1825): Concertino für Violoncello, Klarinette und Orchester
Carl Stamitz (1745–1801): Sinfonia concertante D-Dur für Violine principale und Orchester op. 2, Nr. 2

Julia Hagen, Violoncello | Paul Meyer, Klarinette und Dirigent

K A R T E N T E L E F O N 06 21 / 1 45 54 (Karten zu 50,- € und 35,- €) oder unter www.reservix.de.

Kurpfälzisches Kammerorchester e.V.

Julia Hagen, Violoncello

Mit 24 Jahren hat sich Julia Hagen rasant zu einer der vielversprechendsten und gefragtesten jungen Solistinnen entwickelt. Gefeierte Debüts in den großen Sälen der Welt prägten die vergangenen zwei Jahre und die junge Musikerin machte weltweit auf sich aufmerksam.
Die Saison 2019/2020 zeichnet sich durch die Aufnahme Julia Hagens in den „Great-Talent-Zyklus“ des Wiener Konzerthaus aus, auf dessen Bühnen sie im Laufe der Spielzeit viermal zu hören ist. Des Weiteren wird Julia Hagen in der Tonhalle Zürich, im Barbican Centre London, in der Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld, im Schloss Mannheim, bei den Salzburger Pfingstfestspielen, u. a. mit dem Wiener Kammerorchester, dem Tonhalle Orchester Zürich, dem European Union Youth Orchestra, dem Kurpfälzischen Kammerorchester Mannheim sowie kammermusikalisch mit Khatia Buniatishvili, Yevgeny Chepovetsky und Igor Levit konzertieren. In der vergangenen Saison gab die junge Cellistin ihre Debüts beim Mozarteumorchester Salzburg unter Ivor Bolton, dem Konzerthausorchester Berlin unter Giedre Slekyte und war außerdem erneut in der Suntory Hall Tokyo (Yomiuri Nippon Symphony Orchestra), im Wiener Konzerthaus und im Musikverein Wien zu Gast. Im Januar 2019 veröffentlichte Julia Hagen bei Hänssler Classic ihre erste CD-Aufnahme mit Werken von Brahms gemeinsam mit der Pianistin Annika Treutler. Mit Treutler konzertierte sie darüber hinaus im Konzerthaus Berlin, im Burghof Lörrach sowie im Rahmen weiterer Projekte in Wien und Italien.
Zwischen 2014 und 2016 war Julia Hagen eine von sechs Teilnehmern in Gautier Capuçons „Classe d’Excellence de Violoncelle“. Ihre Ausbildung wurde zudem durch Meisterkurse bei Gábor Takács-Nagy, Pamela Frank, Lawrence Power, Nobuko Imai, Torleif Thedéen, Laurence Lesser, Claudio Bohorquez sowie die Teilnahme an der Ozawa-Academy und der Verbier Festival Academy ergänzt.
Mit 14 Jahren trat sie mit dem Wiener Jeunesse Orchester im Brucknerhaus Linz erstmals im internationalen Kontext als Solistin auf. Weiterhin konzertierte sie mit dem Wiener Kammerorchester, dem Metropolitan Symphony Orchestra (Japan), dem Orchestra della Valle d’Aosta, dem Kurpfälzischen Kammerorchester, dem Quarta4 Orchester, dem National Youth Orchestra of Romania, dem Orchestra Sinfonica Abruzzese, dem Orchestre Royal de Chambre de Wallonie und dem RAI-Orchestra Turin. Sie war Gast bei bedeutenden Festivals, u. a. dem Beethovenfest Bonn, dem Allegro Vivo Festival, dem Diabelli Sommer, dem Piatti Festival, dem Festival d’Aix en Provence, dem Rencontres musicales d’Evian, den Musiktagen Mondsee wie auch im Wiener Konzerthaus und in Julia Hagen war mehrfache erste Bundes- und Sonderpreisträgerin bei „Prima La Musica“ (Solo und Kammermusik) und Gewinnerin des internationalen Cellowettbewerbs 2010 in Liezen. Im Sommer 2014 wurde ihr beim Internationalen Brahms-Wettbewerb der ESTA-Sonderpreis verliehen, im Oktober 2016 gewann sie den internationalen Cellowettbewerb Mazzacurati sowie dessen Publikumspreis in Turin. Im selben Jahr wurde sie bei der Verbier-Festival-Academy als beste Nachwuchscellistin mit dem Nicolas-Firmenich-Preis ausgezeichnet und bekam im Sommer 2017 zudem den Hajek-Boss-Wagner Kulturpreis verliehen. Sie war bereits Mitwirkende des kammermusikalischen Projekts „MMM“ der Kronberg Academy und des Kammermusikprojekts der Wiener Philharmoniker in Salzburg.
Julia Hagen wurde 1995 in Salzburg geboren und begann mit 5 Jahren den ersten Unterricht bei Detlef Mielke am Musikum Salzburg. Von 2007 bis 2011 studierte sie an der Universität Mozarteum Salzburg bei Enrico Bronzi, gefolgt vom Studium an der Universität Wien bei Reinhard Latzko, ab 2013 in der Klasse von Heinrich Schiff. Von 2015 bis 2019 war sie Studierende bei Prof. Jens Peter Maintz an der Universität der Künste Berlin. Ab Herbst 2019 wird sie Ihre Ausbildung an der renommierten Kronberg Academy fortsetzen.
Julia Hagen spielt ein Violoncello von Francesco Ruggieri (Cremona, 1684), welches ihr privat zur Verfügung
gestellt wird.

Paul Meyer, Klarinette und Dirigent

Paul Meyer zählt nicht nur zu den herausragenden Klarinettisten weltweit und konzertiert regelmäßig mit den großen Orchestern in Europa und den USA, in Fernost und Australien, seit 1988 ist er parallel zu seiner solistischen Karriere auch international als Dirigent tätig. Er ist Gründer des Orchestre de Chambre d’Alsace, war Assistent von John Crewe beim Northern Junior Philharmonic in England und wurde 2007 von Myung Whun Chung zum „Associate Chief Conductor“ des Seoul Philharmonic Orchestra ernannt, dessen internationales Profil er vor allem mit französischem Repertoire und Werken von Roussel, Dukas und Saint-Saëns prägte. Paul Meyer ist Mitbegründer der dortigen Orchesterakademie für junge Nachwuchskünstlerinnen- und künstler. Von 2009 bis 2012 war Paul Meyer Chefdirigent des Tokyo Kosei Wind Orchestra und arbeitet seither mit namhaften Orchestern wie dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre Philharmonique de Nice, l’Orchestre National de Bordeaux, den Hamburger Sinfonikern, dem Royal Flemish Philharmonik, Tokyo Philharmonic Orchestra, Danish Symphony Orchestra oder auch dem China Philharmonic.
Sein bisheriges künstlerisches Schaffen ist auf mehr als 50 CD-Einspielungen bei führenden Labels dokumentiert, darunter DGG, Sony, RCA, EMI und Virgin; hierfür wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wie z.B. Fono-Forum, Diapason d’Or, Choc du Monde de la Musique, Gramophon und Grammy Awards. Nennenswert sind für uns vor allem seine Einspielungen als Dirigent mit der Camerata Padova (Klavierkonzerte von Mozart und Haydn mit JM Luisada), mit dem Royal Philharmonique de Liège (Werke von Darius Milhaud) dem Brussels Philharmonic (Werke von Corigliano & Carter), mit der Staatskapelle Weimar (Cellokonzert Elgar & Walton) sowie Hornkonzerte verschiedener Epochen mit dem Stuttgarter Kammerorchester und die hocherfolgreiche CD „Bolero de Meyer“ mit dem Tokyo Kosei Orchestra. Preisgekrönt ist seine Reihe von Play & Conduct-Einspielungen mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne.
In der Reihe der von Paul Meyer bisher dirigierten Kammerorchester seien hier nur folgende genannt: Or-chestre de Chambre de Paris, Scottish Chamber Orchestra, English Chamber Orchestra, Stockholm Cham-ber Orchestra, Prague Philharmonia, Prager Kammerorchester, Sinfonia Varsovia, Stuttgarter Kammerorchester sowie das Münchner Kammerorchester.
2012 verlieh der französische Staat Paul Meyer für seine bisherigen musikalischen Verdienste die höchste kulturelle Auszeichnung des „Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres“.
Im Herbst 2018 wurde Paul Meyer einstimmig in der Nachfolge von Johannes Schlaefli zum neuen Chefdirigenten des Kurpfälzischen Kammerorchesters gewählt, in dessen Händen nun seit der Spielzeit 2019/2020 die künstlerische Entwicklung des traditionsreichen Klangkörpers liegt.

PM 5. Mannheimer Schlosskonzert 19-20.pdf

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