#Lorsch #Lauresham #Saisonstart im #Weltkulturerbe #Unesco

Ein Ersatzprogramm schlägt Funken
Ein virtueller Workshop im Lorscher Freilichtlabor Lauresham statt eines Tages der Offenen Tür

Die traditionelle Saison-Eröffnung des Freilichtlabors Lauresham im UNESCO-Welterbe Kloster Lorsch am 7. März 2021 fällt aus. Doch es wird am selben Tag ein virtueller Ersatz geschaffen, der sich fast wie eine live erlebte Veranstaltung anfühlen soll. Der Leiter von Lauresham, Claus Kropp, teilte am Montag, den 22. Februar mit, dass Interessierten in einem gestreamten Workshop die „Kunst des Feuermachens“ vorgeführt wird. Andere Teile der Eröffnung sind auf den Lorscher Frühlingsmarkt vom 13.-16. Mai verlegt, in der Hoffnung, dass das Pandemie-Geschehen bis dahin Lockerungen gewährt.

Bei dem etwa einstündigen Workshop hält der Schmiedemeister und Archäotechniker Frank Trommer aus dem baden-württembergischen Blaubeuren eine Einführung zum Feuermachen. Für das Streaming ist eine Anmeldung bis zum 1. März erforderlich (Kursgebühr: 10 EUR; Anmeldung unter: buchung). Alle Teilnehmenden erhalten vorab ein Überblicksvideo (Tutorial) zur Geschichte des Feuermachens. Zusätzlich bietet Lauresham ein Feuerschlägerset zum Kauf an, damit man es selbst auszuprobieren kann (Set 10 €). Der Referent Trommer stellt auch Techniken wie das Feuerbohren sowie den Einsatz von Stein- und Kompressionsfeuerzeugen vor. Teilnehmende können dem Referenten Fragen stellen.

Laborleiter Claus Kropp und seine Mitarbeiter*innen halten den ersten virtuellen Workshop für eine gute Alternative in Corona-Zeiten. „Natürlich lebt das Experimentalarchäologische Freilichtlabor von der vermittelnden Anschauung. Insofern betrübt es uns, dass wir das Leben im Mittelalter in seinen verschiedenen Aspekten nicht direkt vor dem Publikum vorstellen können“, so Kropp. Der interaktive Workshop komme jedoch dem Bedürfnis des Mitmachens, Anfassens und Ausprobierens so weit wie möglich entgegen.

Andere Teile des Saisonstarts nehme Lauresham zum alternativen Lorscher Frühlingsmarkt auf, der sich in diesem Jahr auf vier statt zwei Tage Mitte Mai erstrecke. Kropp sagte, die Stadt dehne die Aktionsfläche für die Gäste des Stadrfestes pandemiekonform aus, „damit wir über die Stadtmitte hinaus auch im Freilichtlabor Aktivitäten anbieten können.“ Unter anderem seien Aktionen vorgesehen, die sich über mehrere Tage ereignen und entwickeln. So soll beispielsweise ein Rennfeuer entzündet und unterhalten werden, um schließlich in Lauresham die Zwischenprodukte einer experimentellen Eisenverhüttung weiterzuverarbeiten.

Virtueller Workshop „Die Kunst des Feuermachens“

Termin 7. März, 11 Uhr
Referent Frank Trommer
Dauer ca. 60 Min.
Workshop 10 €
Feuerschläger-Set (optional) 10 €
Anmeldeschuss 1. März (bitte mit vollständiger Adresse & gewünschter Anzahl der optionalen Feuerschläger-Sets)

Weitere Informationen

Claus Kropp
Leitung Experimentalarchäologisches Freilichtlabor Lauresham am UNESCO Welterbe Kloster Lorsch
c.kropp
F. +49 (0)6251/51446
c.kropp

Mit freundlichen Grüßen

Julienne Matthias-Gund
Geschäftsführerin
Touristikgemeinschaft Kurpfalz e.V.
Postfach 3010
68739 Plankstadt

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#Landesausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“ in #Worms bis 30. Dezember 2021 verlängert

Landesausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“ vom 3. Juli bis 30. Dezember 2021
Nach verändertem Starttermin steht nun auch eine Verlängerung der großen Schau zum Reichstagsjubiläum in Worms fest

2021 jährt sich zum 500. Mal die Erinnerung an den Wormser Reichstag 1521. Einen der Höhepunkte der Feierlichkeiten wird die Landesausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“ bilden. Über 120 Exponate zu Persönlichkeiten wie Martin Luther, Sophie Scholl, Nelson Mandela und vielen weiteren werden dann im frisch sanierten Museum der Stadt Worms im Andreasstift zu sehen sein und die Geschichte der Gewissensfreiheit und des Protests von 1521 bis heute beleuchten. Nachdem der Start der Schau pandemiebedingt bereits auf den 3. Juli 2021 geschoben werden musste, gibt es nun gute Nachrichten: Nach Rücksprache mit allen Partnern kann die Ausstellung bereits jetzt bis 30. Dezember 2021 verlängert werden.

Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek: „Ich bin sehr froh, dass es uns möglich ist, die Laufzeit der Landesausstellung jetzt schon zu verlängern. Wir sind zuversichtlich, dass wir ab Juli täglich Besucher im Museum begrüßen können. Wie viele das jeweils gleichzeitig sein dürfen, wird sich jedoch erst im Laufe der nächsten Monate mit Blick auf das Pandemiegeschehen zeigen. Umso wichtiger ist es uns, dass wir mit einer längeren Laufzeit möglichst vielen Menschen die Gelegenheit geben können, die Landesausstellung zu sehen und Besucherströme sinnvoll zu lenken.“ Auch für die Vermarktung der Ausstellung und die Arbeit mit Vertriebspartnern sei es wichtig, dass jetzt schon Planungssicherheit für das gesamte zweite Halbjahr bestünde, so Kosubek weiter.

Die bereits veröffentlichten Termine für das Begleitprogramm rund um die Ausstellung bleiben – falls es die Pandemie zulässt –bestehen. Ulrike Breitwieser, Verwaltungsleiterin der Museen: „Unser Veranstaltungsprogramm wird ab April sukzessive auf die Ausstellung und ihre Themen einstimmen und soll dann auch bis Jahresende die Schau begleiten und die darin enthaltenen Themen immer wieder neu aufgreifen.“

Hintergrund

Die Landesausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“ nimmt das Jubiläum der Widerrufsverweigerung Martin Luthers auf dem Wormser Reichstag zum Anlass, die Entwicklungsgeschichte der „Gewissensfreiheit und des Protests“ anhand zahlreicher Beispiele bis in unsere Gegenwart aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen. Sie ist Teil der Gesamtfeierlichkeiten der Stadt Worms und der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau (EKHN) zum Lutherjahr 2021. Das Gesamtprogramm und weitere Informationen gibt es unter www.luther-worms.de.

Mit freundlichen Grüßen

Julienne Matthias-Gund
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#welde Die Besten im Südwesten – Digitale #Bierprobe am 11.2.2021

Die Besten im Südwesten
Heimatliche Biervielfalt probieren beim Durstigen Donnerstag am 11.2.2021 – Digitale Bierverkostung live aus dem Welde Brauhaus in Schwetzingen

Plankstadt/Schwetzingen, 05. Februar 2021 – Eine Auswahl der besten Biere aus dem Südwesten stehen diesmal auf dem Programm. Die beiden Welde Biersommeliers Max Spielmann und Malte Brusermann stellen sie am Donnerstag, 11.2.2021, ab 19 Uhr live und digital im Schwetzinger Welde Brauhaus vor. Gerstensäfte aus dem Schwarzwald, dem Kraichgau, Nordbaden und der rheinland-pfälzischen Hauptstadt kommen auf den Tisch des Hauses. Dabei stehen sich traditionelle und moderne Bier-Interpretationen gegenüber. Gemeinsam haben sie, dass sie nach allen Regeln der Handwerkskunst und aus erlesenen Rohstoffen gebraut wurden. Bierpakte gibt es im Onlineshop auf www.digitalebierprobe.de, der digitalen Bierprobe kann natürlich auch ohne Bier am heimischen Küchen- oder Wohnzimmertisch beigewohnt werden.

„Gerade die Mischung aus jungen innovativen Brauereien und der Erfahrung aus Generationen macht die Bierzusammenstellung so spannend“, erklärt Brusermann. Der gelernte Marketingfachmann und Biersommelier ist ebenso wie Welde-Chef Spielmann ein echter Bier-Enthusiast, der eine Menge Sudhäuser von innen gesehen und eine Unmenge Biersorten professionell verkostet hat. Ihn überzeugt die herausragende Bierqualität, die man sowohl bei klassischen Bieren als auch bei Brauspezialitäten und Craft Bieren in Baden und Württemberg findet.

Regional verwurzelt und ganz jung
Gutes Wasser, reine Luft, viel Wald und Platz für Felder – der Schwarzwald bietet so ziemlich alles, was ein Bier braucht. Nicht ohne Grund finden sich zwischen Höhen und Tälern des großen Waldgebietes im Südwesten Deutschlands eine ganze Menge Brauereien – seit Jahrhunderten regional verwurzelte ebenso wie ganz junge.
Südlich von Freudenstadt, genauer in Hornberg, steht die alteingesessene Brauerei Ketterer, von der das Exportbier Ketterer Edel verkostet werden soll. Die kleine Familienbrauerei ist Mitglied bei Slow Brewing und hat sich dem Brauen mit Zeit verschrieben.
Gar nicht weit weg in Alpirsbach wird im namensgleichen altehrwürdigen Kloster quasi schon immer Bier hergestellt. Die Alpirsbacher Klosterbräu braut ihr Starkbier mit sechs verschiedenen Hopfensorten ein. Die untergärige Spezialität nutzten die Mönche im Mittelalter als „flüssiges Brot“.
Noch weiter im Süden haben sich vor einigen Jahren vier „Hopheads“ – Hopfenverrückte – aus Deutschland, USA und Australien bei einem Brauseminar getroffen. Seit 2014 sind sie zusammen in Freiburg und kreieren dort als Braukollektiv außergewöhnliche Craft Biere. Ihr India Pale Ale (IPA) Dolly gilt als hopfiges Feuerwerk aus Zitrusfrüchten und blumigen Noten mit komplexem Malzkörper. Kein Wunder, das Bier wurde mit fünf Malz- und vier Hopfensorten gebraut.
In Plankstadt hat Welde Braumanufaktur, ebenfalls Mitglied bei Slow Brewing, ihre süffige Brauspezialität Citra Helles gebraut. Bei dem modernen Hellen dominiert der amerikanische Hopfen Citra, der frische Noten von Zitrone und Limette ins Bier bringt.
Aus dem Kraichgau kommt ein Citra Ale. Der Hopfenstopfer aus Bad Rappenau hat gleich acht Malze im Sud zusammengebracht. Beim Hopfen kam ebenfalls die US-Sorte Citra zum intensiven Einsatz. Herausgekommen ist ein superfruchtiges Single Hop Pale Ale.
Ein IPA hat sich auch aus Mainz eingefunden, wo die kleine Craft Bier Brauerei Schwarze Rose ihr Wesen treibt. Das doppelt kaltgehopfte New IPA Vertigo wird im Geschmack gern als tropischer Obstkorb beschrieben. Außerdem kamen neben Gerstenmalz und Hopfen Weizen- und Hafermalz und Weizenflocken zum Einsatz. Vertigo wird übrigens in einer schicken, im Design an die wilden 1970er Jahre erinnernden 0,44l-Dose abgefüllt.
Bleibt zu sagen: Sehr zum Segen!
503 Wörter

INFO
Durstiger Donnerstag – 11. Februar 2021, 19 Uhr
Die Besten im Südwesten – live aus dem Welde Brauhaus
Teilnahme mit oder ohne Bierpaketüber Livestream auf www.facebook.com/weldebier/live_videos oder https://www.youtube.com/user/Weldebier
Passende Bier-Pakete für die Bierprobe können noch bis zum 8.2.2021 auf www.digitalebierprobe.de bestellt werden.
Einkaufsliste für alle, die selbst einkaufen möchten:
Brauerei Ketterer: Ketterer Edel / Welde Braumanufaktur: Citra Helles / Hopfenstopfer: Citra Ale / Alpirsbacher Klosterbräu: Kloster Starkbier / Braukollektiv Freiburg: Dolly / Schwarze Rose: Vertigo

Mit freundlichen Grüßen

Julienne Matthias-Gund
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Virtueller_Fastnachtszug_FaschingsBox #Hockenheim

02.02.2021
Virtueller Fastnachtszug & FaschingsBox
Wir feiern dahäm …virtueller Fastnachtzug vom HMV
Eigentlich würden sich um diese Zeit alle Fastnachtsbegeisterten und Jecken gerade auf die 5. Jahreszeit vorbereiten und einstimmen, doch in diesem Jahr ist alles anders. Feuchtfröhliche Sitzungen sowie der traditionelle große Hockenheimer Fastnachtszug am Samstag, den 13. Februar sind schon seit Wochen wegen Corona abgesagt. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass alles komplett ausfällt. Der Hockenheimer Marketing Verein (HMV), Veranstalter des Fastnachtszugs, hat sich kurzerhand eine Alternative überlegt. „Wir holen uns per Livestream und einer dazu gehörigen FaschingsBox den Fastnachtszug, der am 13. Februar durch die Straßen von Hoggene ziehen würde, corona-konform mit allen Abstands- und Kontaktbeschränkungen einfach über unsere Homepage nach Hause. Moderiert wird unser Online-Stream von Sarah & Cihad, die live aus dem Kulturhaus Pumpwerk Hockenheim allen Narren und Närrinnen eine Online-Plattform zum Mitschunkeln und Mitfeiern geben. Für eine mega coole Mucke sorgt DJ la Dous, der sonst für Partystimmung auf dem Marktplatz, während und nach dem Umzug gesorgt hätte. Seid dabei, damit ein bisschen Konfettiregen und farbenfrohe Lichtblicke in Hockenheim runtergehen, die wir alle dringend brauchen,“ so Birgit Rechlin, Geschäftsführerin des HMVs, die mit ihrer Mitarbeiterin Sarah Nieder dieses einzigartige Konzept ausgearbeitet haben.
Es ist den Machern klar, dass es kein adäquater Ersatz für das bunte Treiben in der Stadt ist, aber es ist eine Kampfansage gegen die Corona bedingt gedämpfte Stimmung in der Stadt. Die Idee, die dahinter steht ist ganz einfach. Am Faschingssamstag, den 13. Februar um kurz vor 13 Uhr kann jeder kostenlos auf die Homepage des HMV (www.hockenheimer-marketing-verein.de) gehen, dann auf der Startseite auf „Livestream Fastnachtszug“ klicken und schon ist man live dabei, wenn ab 13:00 Uhr das neue Hoggema Dreigestirn Prinz 1. Vorsitzender: Richard Damian Stellvertretende Vorsitzende: Julia Weinmann-Klausmann | Rainer Saß Registergericht: Amtsgericht Mannheim | Register-Nr.: VR 701035 | Steuer-Nr. 43043/31438

Marcus I. (Oberbürgermeister von Hockenheim), Bauer Christoph I. (Zugmarschall) und Jungfrau Rainer I. (Stellvertretender Vorsitzender des HMVs) den Narrengruß und damit den Startschuss für den virtuellen Fastnachtszug und die Polonäse durch die Wohnzimmer verkünden.
FaschingsBox ab sofort beim HMV bestellbar …
Um diese drei Stunden von 13 bis 16 Uhr faschings-konform zu überleben, gibt es ab sofort beim HMV 111 limitierte, super exklusive und in der ganzen Region einzigartige FaschingsBoxen zu bestellen. Der Inhalt besteht aus: Ringer-Bowle, Piccolo Hockenheimer Perle, Klopfer, alkoholfreies Getränk, Tattoos, Luftschlangen, Glockenarmbändern, Maskenbrillen, Wimpelketten, Chips, Goldbären, Donuts und vielem mehr. Die Box ist für zwei Personen und kostet 22,22 EUR. Mit dem Kauf werden die beiden Hockenheimer Fastnachtsvereine C.C. Blau Weiß und HCG mit je einem EURO als Spende unterstützt. Damit die Bestellung in der aktuellen Corona-Kontaktbeschränkung reibungslos abläuft, bittet der HMV per Telefon oder E-Mail diese FaschingsBox zu ordern, das Geld nach schriftlicher Bestätigung auf das Konto des HMVs zu überweisen und am Donnerstag, den 11. oder Freitag, den 12. Februar, nach individueller Terminvereinbarung mit dem HMV, die Box in der Geschäftsstelle des HMVs in der Ottostraße, abzuholen.

HMV_FaschingsBox.pdf

#Barockschloss #Mannheim: Restaurierung des Uhrwerks der kurfürstlichen Standuhr

Vor zwei Monaten konnten die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg bei einer Auktion eine besondere Kostbarkeit für Schloss Mannheim sichern: eine Bodenstanduhr mit Glockenspiel aus dem Besitz von Kurfürst Carl Theodor. Nun wird das Uhrwerk aus dem 18. Jahrhundert restauriert: In diffiziler Kleinarbeit zerlegt, reinigt, konserviert und montiert Uhrmachermeister Christian Schnurbus das komplizierte Uhrwerk – damit es wieder erklingen kann.

fachmann für historische uhrwerke
Die aufwendigen Restaurierungsarbeiten des Uhrwerkes der Standuhr aus der Zeit um 1745 übernimmt Uhrmachermeister Christian Schnurbus, seit zehn Jahren spezialisiert auf die Restaurierung historischer Uhren. „Uhren waren schon seit meiner Kindheit meine Leidenschaft, ich habe schon während der Schulzeit an ihnen herumgeschraubt. Professionell wurde es aber erst in meiner Ausbildung, die ich nach dem Abitur 2007 begonnen habe“, erklärt Christian Schnurbus. An die Meisterprüfung 2011 schloss er noch eine Weiterbildung als Restaurator für historische Uhren an – seitdem ist er freiberuflich, unter anderem auch für Museen, tätig. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf der Erforschung der kurfürstlichen Hofuhrmacher und ihrer Werke.

kenntnisse international gefragt
Christian Schnurbus‘ Fachwissen ist international gefragt: 2012 restaurierte er zusammen mit Fachkollegen in der Eremitage und Schloss Peterhof in St. Petersburg historische Uhren aus der Zarenzeit. Seit 2017 ist er für die Stiftung Schloss Benrath in Düsseldorf als freiberuflicher Restaurator für die dortige Uhrensammlung tätig. Außerdem wartet im Schloss eine besondere Aufgabe auf Christian Schnurbus: Einmal in der Woche zieht er alle 25 Uhren inklusive der großen Schlossuhr auf, damit die tickenden Uhrwerke Leben in die historischen Räume bringen und den Besuchern einen authentischen Raumeindruck vermitteln. Ebenfalls seit 2017 ist Christian Schnurbus für die Dombauhütte Köln tätig, wo er die Position des Domuhrmachers innehat und die historische Domuhr aus dem Jahr 1879 pflegt und täglich aufzieht.

uhrmacher jacob möllinger
Die von den Staatlichen Schlössern und Gärten erworbene Standuhr, eine Auftragsarbeit für Kurfürst Carl Theodor, stammt von Johann Jacob Möllinger, der bereits unter Kurfürst Carl Philipp für den Mannheimer Hof tätig war. Möllinger, geboren am 4. Dezember 1695 in Dühren bei Sinsheim, erlernte das Uhrmacherhandwerk in Frankenthal und zog 1721 nach Neustadt auf der Haardt. Seine Werkstatt, die aus bis zu zehn Gesellen bestand, lieferte Uhren weit über Deutschland hinaus – bis nach Nordamerika. Unter anderem Turmuhren waren sein Spezialgebiet: So stammt etwa die Uhr des Altpörtels in Speyer sowie der Dreifaltigkeitskirche in Worms von ihm. Auch für die kurfürstliche Sommerresidenz in Schwetzingen lieferte Möllinger eine Uhr: Das Schloss erhielt 1763 eine neue Turmuhr. Sie wurde 1968 stillgelegt und durch eine elektromechanische Uhr ersetzt – das originale Uhrwerk ist jedoch weitgehend noch am alten Platz erhalten. Jacob Möllinger hatte acht Söhne und eine Tochter, die alle den Beruf des Uhrmachers erlernten und an verschiedenen Höfen tätig waren. Berühmtester Vertreter war sicherlich sein Sohn Christian Möllinger, (1754-1799). Er kam nach Berlin und wurde 1780 Oberhofuhrmacher von König Friedrich Wilhelm II. Johann Jacob Möllinger starb am 17. Januar 1763 in Neustadt.

kunstwerk aus messing und stahl
Fast 2,80 Meter hoch und mit kostbarer Marketerie aus unterschiedlichen Hölzern belegt – die Uhr des Kurfürsten ist ein außergewöhnliches Kunstwerk. Sie besitzt ein aufwendiges, massives Werk aus Messing und Stahl, in dem drei verschiedene Funktionen untergebracht sind: Zeitanzeige, Schlagwerk und Glockenspiel. Diese Funktionen werden von Gewichten angetrieben, die durch den hohen Uhrenkasten ihre Fallhöhe erhalten. Das eigentliche Uhrwerk zeigt auf einem reich dekorierten Zifferblatt Stunde, Minute und Sekunde an; das Schlagwerk besteht aus einem Viertelstundenschlagwerk auf zwei Glocken. Von höchster Qualität ist das Spielwerk: Es spielt zwölf Tanzmelodien auf vierzehn Glocken. Jede Melodie dauert etwa 45-50 Sekunden und kann stündlich, zu einem selbst gewählten Zeitpunkt oder auf Auslösung von Hand erklingen. Eine große Messingwalze, die oberhalb des Uhrwerkes quer gelagert ist, besitzt Hunderte winzige Messingstifte, die die Hämmer in Bewegung setzen – eine Meisterleistung, solche exakten Melodienfolgen auf so wenig Platz unterzubringen.

technikbegeisteter kurfürst
An vielen Uhren, die Kurfürst Carl Theodor zugeschrieben werden oder gesichert aus seinem Besitz stammen, sind aufwendige technische Spielereien vorhanden. Dies belegt auch die Annahme, dass der Kurfürst von Uhren und technischen Geräten begeistert war und seine Handwerker zu solchen Höchstleistungen ermunterte. Das galt auch für seinen Auftrag an Jacob Möllinger: Als Besonderheiten sind bei der Bodenstanduhr die Vielfältigkeit der Einstellungen – das Ein- und Ausstellen des Schlagwerks und das Abspielen des Spielwerks nur zu einem bestimmten, über ein kleines Zifferblatt wählbaren Zeitpunkt – zu nennen, außerdem das große Repertoire der Musikstücke sowie die Möglichkeit, das Glockenspiel in seiner Lautstärke über kleine Filze, die sich an die Glocken legen, zu dämpfen.

funktionstüchtigkeit wird erneuert
„Die Qualität des Uhrwerks ist außergewöhnlich hoch und äußerst dauerhaft ausgeführt“, erklärt Christian Schnurbus, der mit der Restaurierung der kurfürstlichen Standuhr beauftragt ist. „Die Glocken haben trotz ihres Alters einen sauberen Klang, lediglich eine ist stumm – hier muss sich bei der Restaurierung zeigen, ob sie nur falsch eingebaut ist oder über die Jahre einen feinen, unsichtbaren Riss bekommen hat, was bei diesem Alter normal ist.“ Zur Herstellung der Funktionstüchtigkeit muss nun das alte Öl und der auflagernde Staub entfernt werden. Diese Arbeit erfordert ein komplettes Zerlegen in alle Einzelteile, Reinigen von Hand, Konservieren der Bestandteile, Montage und bestmögliche Befestigung. Außerdem werden die Zugseile erneuert, da die alten Darmsaiten als Verschleißteile beschädigt sind und die schweren Antriebsgewichte nicht mehr sicher tragen können. Mehrere hundert Stunden Arbeitszeit wird Christian Schnurbus wohl dafür benötigen. „Die äußert aufwendige Restaurierung des Uhrwerkes lassen wir gerne durchführen, um unseren Gästen des Schlossmuseums das eindrucksvolle Spielwerk vorzuführen und die zwölf verschiedenen Melodien wieder erklingen zu lassen“, erläutert Dr. Uta Coburger, die Konservatorin von Schloss Mannheim.

information
Schloss Mannheim ist nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes wie alle Monumente der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg zur Zeit geschlossen.

KONTAKT
Barockschloss Mannheim
Bismarckstraße, Schloss Mittelbau
68161 Mannheim
info
www.schloss-mannheim.de
www.schloesser-und-gaerten.de

Der #Welterberadweg von #Lorsch bis #Speyer

Bald fängt wieder die Rad-Saison an : eine tolle Strecke – auch für Ungeübte, da alles schön in der Rheinebene – ist der Welterberadweg.Er verbindet auf ca. 170 Kilometer drei als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannte Sehenswürdigkeiten: den Dom zu Speyer, das Kloster Maulbronn und das Kloster Lorsch.

Routenplaner über Outdooractive: https://www.outdooractive.com/de/route/radtour/bergstrasse/welterbe-radweg-speyer-lorsch-/1516557/#gref
Routenplaner über Komoot: https://www.komoot.de/tour/267054086

Infos auf : https://www.speyer.de/de/tourismus/speyer-erleben/im-sommer/fahrradtouren-und-radwanderungen/touren/welterbe-radweg-speyer-kloster-lorsch/

Der Radweg und auch einige andere Touren und Wege sind in der Freizeitkarte der stadt Speyer verzeichnet: diese kann kostenlos bei uns angefordert werden :
kurzes mail an info

#Krimi #Kurpfalz #Landin #Worms : Online-Lesung „Wormser Gift“

Liebe Krimifreunde,

bis vor kurzem kaum vorstellbar: Ein neues Buch erscheint und es gibt keine Lesungen. Jetzt, in Corona-Zeiten, eine alltägliche Erfahrung. Im Oktober ist mein neuer Roman „Wormser Gift“ erschienen. Bisher konnte ich das Buch noch in keiner Lesung vorstellen. Die „lesungsfreie“ Zeit geht jetzt zu Ende.

Am Dienstag, dem 26. Januar 2021 um 19 Uhr gibt es eine von der Stadtbibliothek Mannheim organisierte Online-Live-Lesung. Die Teilnahme an der Lesung ist kostenlos, ist aber nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Wer sich per Mail für die Lesung anmeldet, erhält eine Anmeldebestätigung und vor der Lesung einen Link zum Einwählen. Wichtig: Die Lesung findet nur live statt und kann nicht zu einem späteren Zeitpunkt aufgerufen werden.

Die Anmelde-Mailadresse: stadtbibliothek.zentralbibliothek@mannheim.de

Am 2. Januar wurde Wormser Gift bei SWR2 vorgestellt. Hier ist der Link zum Beitrag:

https://www.swr.de/swr2/literatur/wormser-gift-von-walter-landin-100.html

Auf der Homepage vov Campusradio radioaktiv findet sich ein Interview über meine Krimis: https://www.radioaktiv.org/2020/11/walter-landin-im-interview/

Im Anhang findet sich eine Buchbesprechung zum „Wormser Gift“, die am 14. Januar 2021 in der Rheinpfalz erschienen ist.

Und hier noch einige Infos zu „Wormser Gift“:

Eine junge Frau, dreißig Jahre alt, die drei Menschen mit einem Pflanzengift ermordet. Eine vierfache Mutter, die zur Serienmörderin wird. Zwischen 1952 und 1954 tötete Christa Lehmann aus Worms ihren Ehemann, ihren Schwiegervater und ihre Freundin, diese aus Versehen. Die Boulevardpresse stürzte sich auf den Sensationsfall. Christa Lehmann erlangte als Gifthexe von Worms bundesweite „Berühmtheit“. Das bis dahin wenig bekannte Pflanzenschutzmittel E 605 avancierte auf Jahre zum Modegift Nummer eins, benutzt für unzählige Mordversuche, Morde und Suizide. Christa Lehmann wurde im September 1954 vor dem Schwurgericht Mainz zu drei Mal lebenslänglich verurteilt.

„Wormser Gift“ ist nicht nur eine literarische Annäherung an Christa Lehmann unter Einbeziehung historischer Quellen, sondern wirft ein Schlaglicht auf die Rolle der Frau im von Männern dominierten Nachkriegsdeutschland.

Walter Landin – Wormser Gift
Die Geschichte der Christa Lehmann, Roman
Worms-Verlag, 2020, 320 S., Softcover
ISBN: 978-3-947884-28-5, 24,90 €